Natur- und Vogelschutzverein Obersiggenthal Exkursion in die Flussaue Rupperswil am 25.5.2013

18 warm angezogene Personen fanden sich ein, um den höchst interessanten Ausführungen von Hans-Ruedi Kunz, Umweltfachmann, Naturama, zu folgen. Bei regem Flugverkehr von Mehl- und Rauchschwalben und Mauerseglern erzählte er uns die Geschichte und die Philosophie des Auenschutzparks Aargau zwischen Aarau und Wildegg. Im Aargau muss 1% der Kantonsfläche geschütztes Auengebiet sein, gesamtschweizerisch 0,3%. Wir sahen den riesigen Wasserteiler, der wegen des Hochwassers so gross sein muss. Weichholz wie Weiden und Pappeln wachsen in den Auen, die jedes Jahr überschwemmt werden. Auf den Kiesbänken könnten Flussregenpfeifer und Flussuferläufer brüten. Die Auen haben verschiedenste Lebensräume, seichtes und tieferes Wasser und trockene Kies- und Sandbänke, sowie die fischgängige Blockrampe, auf der gerade Schwäne und Stockenten sassen. Hier kommen 40% der Pflanzenarten und 80% der Tierarten vor. Auch ein Grauschnäpper war zu hören und später flötete in grosser Ferne ein Pirol.

Nach interessanten Erklärungen zur Spannbandbrücke von Auenstein überquerten wir diese und am anderen Ufer gab es fachkundige Auskünfte über den Biber, von dem wir ein Stückchen Fell, einen Schwanz und ein Glas mit Bibergeil (Drüsensekret zur Markierung) zu sehen/anfassen/riechen bekamen. Passend dazu gab es für jeden ein Biberli zu naschen!

Am Steinerkanal lernten wir, dass dieses klare Fliessgewässer ideal ist für Äschen, Nasen und die urtümliche Groppe und ihren Laich. Zum Schluss setzte Herr Kunz Präparate von Gelbbauchunke, Kreuzkröte, Laubfrosch, Ringelnatter und einen Bergmolch auf einen Stein, die in diesem Gebiet zu Hause sind. Wenn sich auch Eisvogel, Pirol und Wasseramsel nicht zeigten, hatten wir doch eine ungemein interessante und spannende Exkursion.

Text und Bilder: Ursula Grütter