Neophyten jäten am Kappisee

Das gemeine Berufkraut ist gemein: es bildet mit seinen weissen Blüten regelrechte Teppiche und verdrängt die einheimischen Pflanzen. Auch die kanadische Goldrute kann sich rasant ausbreiten und die heimische Flora völlig verdrängen, garnicht goldig! Und der allseits beliebte Sommerflieder (Buddleja)? Auch er ist ein invasiver Neophyt. Er gefällt nicht nur wegen seinen schönen Blüten (die man im Garten sofort nach der Blüte abschneiden sollte), sondern auch wegen der Schmetterlinge, die daran Nektar saugen. Nur: die Schmetterlinge legen auf ihm keine Eier ab, er trägt kaum zur Verbreitung und Erhaltung der Schmetterlinge bei. Diese drei und die armenische Brombeere kommen noch am Kappisee vor, während der lästige Japan-Knöterich dort bereits ausgerottet ist.

Zwei Mal jährlich, und dies seit vier Jahren, jäten Mitglieder des Natur- und Vogelschutzvereins Obersiggenthal mit tatkräftiger Unterstützung von vielen Helfern die Neophyten am Kappisee, damit die vielfältigen einheimischen Blumen uns weiterhin erfreuen. Am 22. Juni kamen erfreulich viele helfende Personen (total 23) und so war die Arbeit bei angenehmem Wetter rasch erledigt. Es gab Kaffee und Nussgipfel, bevor das Bauamt die zahlreichen Plastiksäcke voll Neophyten abholte, um sie zu entsorgen. Nächste Neophytenbekämpfung: am 24. August!

Text und Bilder: Ursula Grütter