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NVObersiggenthal - Exkursion an den Flachsee am 26.9.2010

Schon am Parkplatz in Rottenschwil wurden wir von zwei Gänsesägern und mehreren Eichelhähern begrüsst, die mit einer Eichel im Schnabel zu dem Platz flogen, wo sie ihren Wintervorrat vergraben. Mit diesem Verhalten tragen die Vögel zur Verbreitung der Eichen bei, da nicht alle ihre Wintervorräte wiederfinden. Nach einer Einführung in die Geschichte des 1975 entstandenen Flachsees durch Exkursionsleiter Ernst Weiss wanderten wir zum ersten Halt, wo wir freien Blick auf einen Schwarm Graugänse und die Beobachtungshütte (auf Englisch Hide) hatten. In den Wänden der Hütte befinden sich Schlitze, sodass man die Vögel beobachten kann, ohne von ihnen gesehen zu werden und ohne sie zu stören. Fasziniert schauten wir denn auch hinaus: ein Schwarm von etwa 40 Kiebitzen flog herum, leicht zu erkennen an der schwarzweissen Zeichnung und den auffällig runden Flügeln. Sie landeten auf der kleinen Insel, wo sie Gefiederpflege betrieben, sich stritten oder einfach zu posieren schienen. Plötzlich flogen sie erschreckt wieder auf, und schon sahen wir warum: ein jugendlicher Habicht war auf der Jagd! Die Enten tauchten alle ins Wasser und kleinere Vögel flüchteten ins Gebüsch. Kaum war der Habicht verschwunden, kehrten alle zurück, und das Spiel wiederholte sich mehrmals. Auch die Graugänse flogen auf, landeten aber wieder am Ufer (siehe Foto). Acht Entenarten waren zu sehen, fünf Limikolenarten und dreierlei Schwalben. Unterdessen schien die Sonne, sodass die schöne Auenlandschaft mit der beginnenden Herbstfärbung gut zur Geltung kam. Beim nächsten Aussichtspunkt flog ein Grauspecht mit seinem markanten Ruf herbei und setzte sich auf einen kahlen Baumstamm, sodass alle ihn bewundern konnten. Einige hatten auch das Glück, einen blau schillernden Eisvogel zu sehen. Dank der hervorragenden Leitung von Ernst Weiss hatten die 21 Teilnehmenden 40 Vogelarten gesehen, und somit wanderten alle mehr als zufrieden zum Parkplatz zurück.

Text und Bilder: Ursula Grütter