Nistkästen

Nistkästen Am Waldrand, am Lindenweg und in der Höll hängen insgesamt 133 Nistkästen. Die Kästen dienen
vor allem den Kohl- und den Blaumeisen als Nisthilfe. Die Kästen werden aber auch von andern
Höhlenbrütern belegt: Trauerschnäpper, Kleiber, Sumpfmeisen oder Feldspatzen.

Nistkastenkontrolle

Nistkastenkontrolle An einem Arbeitstag im Oktober werden die Nistkästen kontrolliert und gereinigt. Es wird
beurteilt, ob in einem Kasten gebrütet worden ist.
Dies erkennt man daran:
  1. Das Nest ist flach und zertrampelt.
  2. Es sind Eierschalen oder Kotspuren vorhanden.
  3. Aus dem Nest fällt weisses Pulver. Dies sind Schuppen, die beim Wachsen der Federkiele abfallen.
Bei der Kontrolle trifft man immer wieder Siebenschläfer an, die hier während des Tages schlafen.
2006 weckten wir insgesamt 30 Siebenschläfer.
Anhand des Nestes wird versucht, die Vogelart zu ermitteln.
Auf Protokollblättern werden die Daten gesammelt und anschliessend ausgewertet.
Der durchschnittliche Bruterfolg beläuft sich auf 61%.
Im Jahr 2005 wurde die Rekordmarke von 86% erreicht.

Aus der Geschichte der Nistkästen

Nistkastenkontrolle Die Idee der künstlichen Nisthilfen stammt aus den Anfängen des 20. Jahrhunderts.Damals wurden
Nistkästen in Obstgärten aufgehängt, um mit Hilfe der Vögel schädliche Insekten bekämpfen zu können.
Der Vogelschutz war ein wirksames Glied des biologischen Pflanzenschutzes.Es war die Zeit
des sogenannten wirtschaftlichen Vogelschutzes.

Früher wurde der Wald intensiv genutzt. Altholz wurde konsequent weggeräumt. Höhlenbrüter fanden
deshalb immer weniger Brutgelegenheiten. Um dem entgegenzuwirken, begannen Vogelschutzvereine,
Nistkästen aufzuhängen. Heute wird nachhaltiger geholzt und vermehrt Altholz mit Astlöchern oder
Bruthöhlen stehen gelassen. So finden Höhlenbrüter wieder vermehrt Bruthöhlen.

Bildergalerie von einem Einsatztag

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